Swiss Knowledge Management Forum

2. SWISS KM Tool Tag 2007

Mehr Wirkung & Erfolg im Alltag -
durch Einsatz innovativer Instrumente und Methoden

diesem Ziel sind die Teilnehmer unseres Events sicher einen Schritt näher gekommen. Als in hohem Masse interaktiv, kreativ, intensiv und Impulse vermittelnd, haben sie diesen Tag beschrieben.

Die kompetenten ReferentInnen haben die Teilnehmer zur engagierten Mitarbeit motiviert. Beide führen das auch auf das Mentoren-Konzept zurück, bei dem SKMF-Mitglieder schon im Vorfeld die ReferentInnen dabei untersützt haben, ihre Beiträge optimal auf unsere Zielgruppe auszurichten. Für diesen extra Effort wollen wir den ReferentInnen und Mentoren an dieser Stelle herzlich Danke sagen!

 

Hier geht es zum Kurzbeschrieb der Vorträge:

1.1

Accessing the Inaccessible

2.1

Dialog Mapping

3.1

Presencing

1.2

Turning Information
into Knowledge

2.2

Systemische
Strukturaufstellung

3.2

Storytelling

1.3

Gestern - informationsLÜCKE
Heute    - wissensLOGISTIK

2.3

Team Syntegrity

3.3

Transkulturelle
Empathie

 

 

 

 

Workshop 1.1                 ( top)

Accessing the Inaccessible

 

Inxight Software Inc.; München
Thomas Dreikaus 
Peter de Bie
Dan Segal (SKMF Mentor)

  

 

Mit ihrer Demonstration haben Peter de Bie und Thomas Dreikaus den Teilnehmern aufgezeigt, welches Potential die linguistische und kontextspezifische Analyse von Informationen und deren visuell ansprechende  Aufbereitung für ein Unternehmen haben.

Um nur einige dieser Potenziale zu nennen: schnellere und bessere Entscheide, Trends und Beziehungen erkennen, Auskunftsbereitschaft sicherstellen, Risiken managen oder Umsatzpotenziale entwickeln.

Wissensarbeiter können sich konzentriert mit qualifizierten Inhalten befassen und ihre Energie in die Lösung der Aufgabe stecken, statt sie in die Suche, Aufbereitung und Darstellung von Informationen zu investieren. (knowledge at your fingertips)

Insbesondere das rapide wachsende Volumen der unstrukturierten Daten – über alle wesentlichen Dateiformate und Sprachen – kann so effizient erschlossen und einer Nutzung zugeführt werden, z.B. im Bereich BI/CI, dem mit traditionellen analytischen Lösungen nicht beizukommen ist. 

 

 

 

Workshop 1.2                 ( top)

Turning Information
into Knowledge

 

MSI Dr. Wälti AG; Buchs
Paul Wälti
Georges Fleuti 
Christian Katz (SKMF Mentor)

 

Eine besondere Stärke dieser von Paul Wälti vorgestellten Lösung ist das Response Management, das definierte Prozesse anstossen kann, wenn neue Inhalte (automatisch) einer Dokumentensammlung hinzugefügt werden. Diese können aus internen wie externen Quellen stammen.

Durch den Einsatz von Taxonomien, die über Sprachgrenzen hinweg vernetzt sind, werden immer alle relevanten Inhalte zu einer Suche gefunden, die nach linguistischen und statistischen Verfahren analysiert wurden (Kontextualisierung).

Eine Topic-Map hilft, selbst bei einer grossen Anzahl von Dokumenten, den Überblick zu wahren (ca. 15 Mio bei der Swiss Association for Standardization).

Werden die Dokumente in Clustern dargestellt, die auch Synonyme und Ähnlichkeiten berücksichtigen, wird die Wissens-Akquisition und der –Transfer nachhaltig untersützt und die Produktivität der Wissensarbeiter gesteigert.

 

 

 

Workshop 1.3                 ( top)

informationsLÜCKEN schliessen
- durch wissensLOGISTIK

 

adhena AG; Basel
Martin Pfister 
Nik Kläntschi (SKMF Mentor)

 

 

Relevante Inhalte findet der Wissensarbeiter heute verstärkt über Kanäle wie Blogs, Wikis, RSS Feeds, Websites usw, die sich in traditionelle KM/DM Systeme meist nur mühsam einpflegen lassen.

Eine mögliche Anwort auf dieses Problem hat Martin Pfister mit dem Team-Collaboration Tool Traction vorgestellt. Web basierte Inhalte können damit von „Laien“ schnell und einfach für eine interne Nutzung erschlossen werden.

Diese Inhalte werden ergänzt durch (abgestimmte) Tag-Words und (persönliche) Kommentare. So wird eine optimale Kontextualisierung im organisatorischen Umfeld erreicht. Bei Bedarf kann der Veröffentlichungsprozess auch moderiert sein.

Von besonderem Vorteil ist die Lösung für verteilte Teams, da unabhängig von Standort und Plattform, ohne Zeitverzug, relevante Informationen eingepflegt werden können. In diesem Sinne versteht sich Traction als ein Baustein auf dem Weg zum lernenden Unternehmen.

 

 

 

Workshop 2.1                 ( top)

Dialog Mapping

 

Migros Genossenschaftsbund; Zürich
Zürcher Hochschule Winterthur; Winterthur
Marc Pfyffer und Ulrich Gysel
Olivier Zaech (SKMF Mentor)

 

Die Vorstellung der Methode haben Marc Pfyffer und Ulrich Gysel gleich genutzt, um die praktische Anwendung zu skizzieren. Am Anfang steht das DialogMapping Storyboard. Es beantwortet die Fragen warum? womit? und wie?

Veränderungsprozesse erzeugen Komplexität in drei Dimensionen (bezogen auf den Inhalt, den Menschen, den Prozess). Für eine erfolgreiche Kommunikation reicht dann die Diskussion oder das qualifizierte Gespräch nicht mehr aus. Nur ein echter Dialog zwischen den Stakeholdern kann helfen, die unterschiedlichen Interessen tragfähig abzustimmen.

Ein Moderator begleitet i.d.R. nicht nur die Problemlösung, er untersützt auch die gruppendynamischen Prozesse und dokumentiert den Dialog.

Besonders hilfreich für die Lösung komplexer Probleme ist die Visualisierung. Diese kann von Hand oder via geeigneter SW (z.B. Compendium) erfolgen. Sie untersützt die kognitiven Prozesse nachhaltig.

 

 

 

Workshop 2.2                 ( top)

Systemische Strukturaufstellung

 

WissensWert GmbH, Rikon i.T.
Elisabeth Vogel
Clemente Minonne (SKMF Mentor)

 

 

 

Ungewöhnliche Erlebnisse mit dieser innovativen Methode zur Simulation komplexer und dynamischer Zusammenhänge, das machte Elisabeth Vogel konkret erfahrbar.

Dabei geht es darum, die impliziten Faktoren „sichtbar“ zu machen, die i.d.R. einen wesentlichen (und unterschätzten) Einfluss auf Entscheide haben. Es wird der Vernetzung dieser Variablen Rechnung getragen. Veränderungen derselben führen zu Neben- und Fernwirkungen, die Teils schlüssig aber auch unerwartet sind.

Die innere Dynamik einer Entscheidung wird „sichtbar“ durch das Erleben verschiedener Lösungskonstellationen. Dazu werden Personen im Raum aufgestellt, die Original-Elemente der Entscheidung repräsentieren. Ihre Körperwahrnehmung der „Lösung“ führt zur Veränderung der Aufstellung bis zu dem Bild, das für die Beteiligten den grössten „Wohlfühlfaktor“ hat. 

Der Erfolg dieser Methode liegt zum Teil darin begründet, dass die Personen für sich die Alternativen (= Dilemma) so lange bearbeiten, bis es für sie „stimmt“. So wird die Logik des Unsichtbaren sichtbar und erfahrbar gemacht.

 

 

 

Workshop 2.3                 ( top)

Team Syntegrity ®

 

Zimconsult AG, Udligenswil
Walter Zimmermann
Maarten Willemsen
David Köpfli (SKMF Mentor)

 

 

Diese, vom Begründer der Management-Kybernetik Stafford Beer entwickelte Methode, stellen Walter Zimmermann und Maarten Willemsen vor. Sie gewährleistet die optimale Vernetzung der Informationen, die Wissensarbeiter für die Lösung komplexer Probleme benötigen.

Ihre Anlage unterstützt den Wissenstransfer zwischen allen Beteiligten die in diesem kooperativen Prozess zielorientiert, nach Vorgabe der Eröffnungsfrage, zusammenarbeiten.

Nicht nur das Lernen der Organisation wird aktiv untersützt, auch die Massnahmen zur Umsetzung sind meist sehr konkret, da der gemeinsam beschrittene (Lösungs-) Weg als Katalysator für die spätere Realisierung wirkt. Denn die Beteiligten sind i.d.R. auch Betroffene. Der gesamte Prozess ist dabei auf Transparenz angelegt.

Die systemische Perspektive wird durch die verschiedenen Rollen, die den Beteiligten zugewiesen werden, gewährleistet. Das fördert die Kreativität und Produktivität, da sich jeder auf den von ihm erwarteten Beitrag konzentrieren kann und den Schnittstellen i.d.R. mehr Aufmerksamkeit gewidmet wird.

 

 

 

Workshop 3.1                 ( top)

Presencing

 

Hantschk, Klocker & Partner, Dornbirn
Thumm & Partner, Markt Schwaben
Gerhard Klocker und Ute Thumm
Heinrich Stülpnagel (SKMF Mentor)

 

Bei Aktien kennt man diesen Ansatz schon lange. Ihr Wert reflektiert zwar auch die Vergangenheit, ist aber grundsätzlich auf das Zukunftspotential ausgerichtet (= Erwartung). Gerhard Klocker und Ute Thumm stellen in der Methode von Claus Schramer eine Lösung vor, die gerade in der Wissensgesellschaft neue Potentiale durch den emergenten Ansatz aufdeckt, die mit dem klassischen Modell des Erfahrungslernens i.d.R. nicht zu erkennen und realisieren sind.

Bewusst wird die Wahrnehmung von „Kopf, Herz und Hand“ herangezogen, um auf holistische Art und Weise zu neuen Einsichten zu gelangen. Die Methode des Journaling wird dabei genutzt, um Gedanken gezielt „reifen“ zu lassen, bis sie (explizit) dokumentiert werden können. Dieser kreative und iterative Prozess erlaubt es, emergente Ansätze zu konkretisieren, greifbar zu machen.

Aus diesem, in sich stimmigen Bild, können dann Handlungsalternativen entwickelt werden . Sie können als Prototyp angelegt und rasch umgesetzt werden, da die erwarteten  (Zwischen-) Ergebnisse durch den emergenten Ansatz formuliert sind. Das erlaubt eine regelmässige und frühzeitige Standortbestimmun (und ggf. Korrektur).

 

 

 

Workshop 3.2                 ( top)

Storytelling

 

ManagEthics, Zürich
Astrid Frielingsdorf
Rolf Laager (SKMF Mentor)
 

 

 

Diese narrative Methode dient der Weitergabe von Wissen und zwar insbesondere von implizitem Wissen. Wie Astrid Frielingsdorf aufzeigt, wird das kollektive Lernen in Veränderungsprozessen optimal untersützt.

Die Geschichten koppeln dabei an die Erlebniswelt der Beteiligten an, werden buchstäblich „erlebbar“.  Neben dem „davor – danach“ werden über die Geschichten auch Motivationsmuster und Handlungsebenen portiert, d.h. Überzeugungen, Werte und Verhaltensmuster. Dies alles in einer unterhaltsamen Art, was bezgl. der „Empfangsbereitschaft“ nur förderlich sein kann.

Die Aufmerksamkeit sichert dabei ein Spannungsbogen, der die Zuhörer von der Ausgangssituation über den Wendepunkt bis zur Endsituation führt. Neben Kontrasten, Analogien und Metaphern, wird dabei bewusst auch auf emotionale Ich-Botschaften gesetzt.

Für die Wissensicherung und den –transfer können auf diesem Wege sehr gut das implizite und taktile Wissen erschlossen werden.

 

 

 

Workshop 3.3                 ( top)

Transkulturelle Empathie

 

mark damon harvey, Hausen a.A.
Mark Damon Harvey
Jan Peschka (SKMF Mentor) 

 

 

„Erkenne Dich selbst“ ist der Ausgangspunkt dieses Workshops von Mark Harvey. Nicht nur die Globalisierung schafft Raum für interkulturelle Begegnungen. Sie sind heute auch im Arbeitsalltag allgegenwärtig.

Das Potential, kulturelle Aspekte bewusst produktiv zu nutzen, wird bei weitem nicht ausgeschöpft. Durch persönliche Reflektion kann man diese Chancen erkennen, in der Folge verstehen und dann zielgrichtet agieren. 

Damit man sich nicht selbst blockiert, muss man aktiv ein gesundes Verfältnis zu seinen eigenen Aversions- und Sympathiegruppen entwickeln. Fokus #2: Die Stressoren sozialer Interaktion. Diese werden meist unbewusst ausgelöst, mit der Folge, dass man sich wundert, weshalb die Dinge sich anders entwickeln als geplant. 

Für die Stressoren und Aversionsgruppen sind nun aktiv Strategien zu entwickeln, um dieses „negative“ Potential in ein „positives“ Potential umwandeln zu können (Reframing Strategien). 

Gerade für das Wissensmanagement liegen hier Chancen verborgen, die durch den Abbau der, oft nicht einmal wahrgenommenen, interkulturellen Barrieren, erschlossen werden können. 

 

 

 

 

Download der Dokumentation

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